Rollenbilder in der Kunst Osteuropas - Ausstellung 13.11.09–14.02.10
Die Ausstellung 'Gender Check’ im Wiener MUMOK zeigt nun einen differenzierten Überblick osteuropäischer Kunst seit den 1960er Jahren über das einschneidende Ereignis des Mauerfalls 1989 bis in die Gegenwart, die sich mit den Geschlechterrollen im ehemaligen Sozialismus auseinandersetzt. Die 1948 in Belgrad geborene Kuratorin Bojana Pejic hat mit Experten aus 24 Ländern eine umfangreiche Ausstellung mit mehr als 400 Arbeiten von über 200 Künstlerinnen und Künstlern zusammengestellt, Arbeiten aus allen Bereichen der Bildenden Kunst: Malereien, Skulpturen, Installationen, Fotografien, Plakate, Filme und Videos.
Die Ausstellung zeigt den Wandel weiblicher und männlicher Rollenbilder sowohl von offizieller Seite als auch von inoffizieller.
Zunächst der staatlich propagierte Sozialistische Realismus, der dann in inoffiziellen Werken ironisiert wird. Die Kunst ab den 1970er Jahren stellt die propagandistischen Klischees der eindeutigen Geschlechterrollen in Frage. Aufgrund der gesellschaftspolitischen Entwicklung nach 1989 (Nationalismus, Neoliberalismus, Neokonservatismus) führt zur Kritik an chauvinistischen, militaristischen, frauen- und minderheitenfeindlichen Ideologien, auch das Thema Homosexualität wird offen diskutiert.
Die Ausstelung dauert bis 14.02.2010, es gibt einen umfangreichen Katalog.
www.mumok.at/programm/ausstellungen/gender-check
www.gender-check.at |